Funktionale Integration

Mit Funktionaler Integration bezeichnen wir den Feldenkrais-Einzelunterricht, der ganz auf die individuellen Anliegen des Lernenden zugeschnitten ist. Im Gegensatz zu Bewusstheit durch Bewegung findet die Vermittlung non-verbal über Berührung und Bewegung statt.

Zu Beginn einer Einheit von Funktionale Integration steht ein Gespräch, das dem Lehrer erste Hinweise auf die Situation des Lernenden gibt. Im zweiten Schritt werden behutsame Berührungen eingesetzt, um die Bewegungsgewohnheiten wahrzunehmen. Danach führen sie den Menschen mit den Händen, um effizientere und leichtere Bewegungsmuster zu finden. Es beginnt ein Prozess des Erspürens und Aufeinander-Eingehens, bei dem Lehrende und Lernende Partner sind.

Dabei spielt die Qualität der menschlichen Interaktion zwischen beiden eine entscheidende Rolle. Deswegen gehören Respekt, sichere Berührung und angenehme Bewegung zu den Kernkompetenzen von Feldenkrais-Pädagogen.

Aus der erforschenden und flexiblen Vorgehensweise entstehen individuelle Lösungen, u.a. Erleichterung, Gewandtheit und Selbstvertrauen. Die Anwendungsfelder der Funktionalen Integration sind so vielfältig wie der Mensch selbst.